Tagesgeld Angebote im Juli – Wer bietet die besten Konditionen?

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) macht Sparern seit einigen Monaten schwer zu schaffen. So hatte die Notenbank den Leitzins Anfang Mai auf ein historisches Tief von 0,5 Prozent gesenkt. Dies wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf die Entwicklung der Tagesgeldzinsen auswirken. An dieser Stelle haben wir aktuelle Top-Angebote und Konditionen im Juli für Sie zusammengestellt.

An diesem Refinanzierungssatz orientieren sich die Banken bei der Festlegung ihrer Tagesgeldzinsen. Liegt der Leitzins besonders niedrig, ist es für sie günstiger, sich bei der Zentralbank Geld zu leihen. Dementsprechend senken sie ihre Anlagezinsen.

Heuer ist vermutlich nicht mit einem Zinsanstieg zu rechnen, das macht einen Vergleich noch wichtiger!

Spätestens im Verlauf der letzten Sitzung des EZB-Rates wurde klar, dass Anleger auch in naher Zukunft nicht mit einem Anstieg der Zinsen rechnen können. EZB-Direktor Mario Draghi teilte mit, dass die Notenbank den Leitzins längerfristig auf dem aktuell niedrigen Niveau belassen werde, um die stockende Konjunktur in der Euro-Zone anzukurbeln.

Notfalls werde man den Leitzins sogar noch weiter herabsenken. Die weitere Entwicklung der Tagesgeldzinsen aufgrund dieser Meldung betreffend den Leitzins bleibt jedoch noch abzuwarten.

Tagesgeldvergleich: Die MoneYou ist Spitzenreiter im Monat Juli

Einem Bericht des Handelsblatts zufolge liegen die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen aktuell bei lediglich 0,47 Prozent.

Da sich die Angebote der Institute jedoch stark unterscheiden, ist es für Verbraucher derzeit besonders wichtig, die Zinsen der Banken zu vergleichen.Insbesondere Direktbanken bieten ihren Kunden nach wie vor attraktiv verzinste Tagesgeldkonten an.

Im Monat Juli beträgt der Spitzenzinssatz auf dem deutschen Tagesgeldmarkt 1,55 Prozent jährlich und wird von der niederländischen MoneYou angeboten.

Details zum Angebot der MoneYou

Das Tagesgeldkonto kann ohne Mindesteinlage eröffnet werden.

Der beworbene Zinssatz gilt für Spareinlagen bis zu einer Höhe von einer Million Euro pro Kunde. Die Zinsausschüttung erfolgt vierteljährlich.Tipp: Angebote mit noch höheren Zinsen können Sie erhalten, wenn Sie zusätzlich einen Depot-Wechsel durchführen.

Fünf Direktbanken teilen sich den zweiten Platz

Den zweiten Platz im Tagesgeldvergleich teilen sich gleich mehrere Institute. Mit 1,5 Prozent jährlicher Verzinsung erhalten Anleger auch bei der ING-DiBa, der Renault Bank direkt, der RaboDirect, der 1822direkt und der Südtiroler Sparkasse (Cassa di Risparmio) attraktive Angebote. Die Konditionen unterscheiden sich allerdings von Bank zu Bank.

Weit sinnvoller: Eine Direktbank für ihre Geldanlage wählen!

Bei der Renault Bank direkt und bei der RaboDirect gilt das Angebot jeweils für Neu- und Bestandskunden. Der Zinssatz ist dafür variabel und kann vom Institut jederzeit neu angepasst werden.

Beide Banken punkten mit einer monatlichen Zinsausschüttung. Zudem gibt es keine Mindestanlagebeträge.

Einige Banken bieten ihren Kunden eine Zinsgarantie

Die ING-DiBa, die Südtiroler Sparkasse und die 1822direkt bieten ihren Kunden dagegen eine Zinsgarantie. Das bedeutet, dass der beworbene Zinssatz über einen bestimmten Zeitraum hinweg garantiert unverändert bleibt.

Auch in Folge einer erneuten Leitzinssenkung dürfen die Institute die Tagesgeldzinsen nicht neu anpassen. Die Angebote gelten allerdings ausschließlich für Neukunden. Wer bereits ein Tagesgeldkonto bei einem der Institute hat, kann den garantierten Zins nicht in Anspruch nehmen.

 

Die Zinsgarantie der ING-DiBa beträgt für Einlagen bis zu 100.000 Euro vier Monate. Danach fällt der Zins auf den Bestandskundensatz zurück, der aktuell bei 1,00 Prozent jährlich liegt. Ebenfalls bis zu einer Anlagesumme von 100.000 Euro bietet die Südtiroler Sparkasse sogar sechs Monate garantierte Zinsen. Der Bestandskundensatz beträgt 1,00 Prozent pro Jahr.

Empfehlung für langfristige Anleger: Nutzen Sie Angebote mit Zinsgarantien!

Die 1822direkt garantiert die Zinsen bis zum 1. November 2013. Das Angebot bezieht sich für Spareinlagen bis zu einer Höhe von 250.000 Euro. Nach Auslauf der Zinsgarantie erhalten Anleger nur den variablen Zinssatz von 0,75 Prozent. Kunden der Frankfurter Sparkasse sind vom Angebot der 1822direkt ausgeschlossen, da es sich bei der Direktbank um ein Tochterinstitut des Frankfurter Geldhauses handelt.

Auf dem dritten Platz im Vergleich der Tagesgeldbanken liegen derzeit die Bank of Scotland, die Volkswagen Bank und die Audi Bank mit jeweils 1,40 Prozent jährlicher Verzinsung. Noch düsterer sieht es auf dem österreichischen Tagesgeldmarkt aus. Das Top-Angebot stammt hier von der DenizBank und bietet lediglich eine Verzinsung von 1,15 Prozent. Anschließend folgen die LiveBANK und die HYPOdirekt.at mit jeweils 1,1 Prozent jährlichen Zinsen aufs Tagesgeld.

Ein regelmäßiger Vergleich von Tagesgeldkonten lohnt sich

Vergleichen Sie regelmässig die Konditionen, einfach geht dies zum Beispiel mit einem Tagesgeldrechner

Da sich die Tagesgeldzinsen der Banken ständig ändern, sollten Verbraucher die verschiedenen Produkte regelmäßig vergleichen. Bietet ein Institut höhere Zinsen oder eine attraktive Zinsgarantie, sollte ein Anbieterwechsel in Betracht gezogen werden.

Sowohl Kontoeröffnung als auch Kontoführung sind komplett gebührenfrei, sodass ein Wechsel mit keinerlei Kosten verbunden ist.

30 Tagesgeld Anbieter im aktuellen Vergleich

Zudem kann das alte Konto jederzeit form- und fristlos gekündigt werden. Führt ein Kunde zwei oder mehrere Tagesgeldkonten parallel, so kann er seine Ersparnisse ganz einfach immer auf dasjenige Konto umschichten, das aktuell die besten Zinsen bietet.

Selbstverständlich sollte die Verzinsung das Hauptkriterium bei der Wahl des Tagesgeldkontos darstellen. Darüber hinaus gibt es jedoch noch weitere Faktoren, die bei der Suche nach der richtigen Tagesgeldanlage eine Rolle spielen können.

Dazu gehören beispielsweise die Häufigkeit der Zinsausschüttung, eventuelle Mindest- oder Höchstanlagebeträge oder die Möglichkeiten zur Kontoführung (Onlinebanking, Telefonbanking, Banking per Post…etc.). Gerade in Zeiten drohender Zinssenkungen sollten zudem die Angebote mit Zinsgarantie in Erwägung gezogen werden.

Auch beim Tagesgeld sollten Sparer auf die Einlagensicherung achten

Wesentlich bei der Anbieter-Wahl: Die Sicherheit ihrer Anlage!

Auch die Einlagensicherung ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Tagesgeldanbieters. Generell gehören seit Juli 2009 alle Banken der Europäischen Union der gesetzlichen Einlagensicherung an. Diese greift im Falle einer Insolvenz des Instituts und sichert Kundeneinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Person ab.

Liegen die Ersparnisse allerdings über 100.000 Euro, sollten sich Verbraucher für eine Bank entscheiden, die zusätzliche Einlagensicherungsmaßnahmen betreibt. So sind beispielsweise 170 deutsche Geschäftsbanken dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen.

Im Rahmen dessen sind auch Spareinlagen in Millionenhöhe abgesichert. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken unterhalten ebenfalls eigene Entschädigungseinrichtungen.

Ihre Meinung ist uns wichtig

*